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Die Polys

Die Polys sind das byzantinische Lager hinter den Mainaden, die Byzanz so um die Zeit des großen, griechischen Schismas (12. Jahrhundert) darstellen. Zu dieser Zeit war viel los in Europa:
Auf einmal gab es die Ostkirche und die Westkirche, die erstmals die Inquisition ins Leben rief.
Die arabischen Zahlen wurden durch Gerhard von Cremonas eingeführt, einige Jahre später verbot der Papst allen Christen den Handel mit Arabern. Es entwickelte sich das Bürgertum und die ersten Zünfte entstanden, der Nachname als Zusatz des Vornamens eingeführt.
Der erste geistliche Ritterorden, später Templerorden wurde gegründet. Das "Ritterturnier" verbreitete sich aus Frankreich durch die europäischen Höfe. Die Briten waren mit ihrem Bürgerkrieg beschäftigt, wärend in Montpellier, Südfrankreich, eine der ersten europäischen Hochschulen für Medizin entstand.
Die Architektur der Gotik begann die Romanik abzulösen und man fand heraus wie man Alkohol destillieren konnte.
Portugal machte sich zum unabhängigen Königreich und unser schönes Byzanz hatte unter den Komnenos mit den Auswirkungen des zweiten Kreuzzuges zu tun. Und in den letzten Tagen dieses aufregenden Jahrhunderts verbot Papst Innozenz der Dritte dem einfachen Volk das Lesen der Bibel.

Lagergestalten


Telemachos Kyriakos Polychronidis
Sohn des pontischen Malers und Künstlers Polychronos Giorgos Kyriakidis und der Sotiria Megairis Kyriakidiis beschloss nach seinem zigsten Feldzug unter den Komnenis, in Zukunft daheim zu bleiben Schwert und Rüstung an den Nagel zu hängen und das Vaterland von zu Hause aus zu unterstützen, in dem er den Kindern und Erwachsenen allerlei lustige, traurige oder auch lehrreiche Geschichten erzählt. So kommt es, dass der gut betuchte Märchenerzähler meistens von einer Schar Leute umringt im Lager anzutreffen ist. Wer lieber seine persönliche Geschichte hören möchte, sucht den diplomierten Alleswisser zu einer Traum- oder Krisenberatung oder -analyse auf.
Chione Ayelada Polychronidou
Die ältere Tochter von Maria Oreithyia Theocharistidou und des thrakischen Parfümeurs- und Seifensieders Isidorus Cosmas Theocharistidis heiratete im üblichen Alter den Soldaten Telemachos Kyriakos Polychronidis und schenkte ihm eine kleine Tochter, die sie auf den Namen Eileithyia tauften. Das Leben als Frau und Mutter in Byzanz unterschied sich bis auf die technischen Unterschiede nur unwesentlich von dem heute, so ist Chione als Hausherrin die Obergewalt in der Küche und leitet die Kochshow als Messer und Pfannen schwingender Wirbelwind. Die militärische Ausbildung ihres Mannes scheint da auch arg abgefärbt zu haben. Sie selbst ist eine Knochenrenkerin weswegen sie auf Wunsch noch Erste-Hilfe, Massagen und dererlei anbieten kann.
Lilaia Loulousi Polygelidou
Die jüngere Tochter von Maria Oreithyia Theocharistidou und dem thrakischen Parfümeurs- und Seifensieders Isidorus Cosmas Theocharistidis heiratete im üblichen Alter den hitzköpfigen, wie strebsamen Apotheker Vigilius Ionnes Polygelidis, der allerdings bei einem heftigen Streit mit einem Soldaten der heiligen Armee Barbarossas ums Leben kam.
Die kinderlose junge Frau zog, bevor sie an den Rand des byzantinschen Alltags gedrängt wurde, ins Haus ihrer Schwester Chione und deren Mann Telemachos und bietet zusammen mit dem Märchenerzähler allerlei Kurzweil mittels verschiedener Brettspiele an und als ausgebildete Rettungsassistentin macht sie mit Chione auch den Erste-Hilfe-Dienst während des Events.
Eileithyia Salinkari Polychronidis
Die zuckersüße kleine Tochter von Chione Ayelada Polychronidou und Telemachos Kyriakos Polychronidis ist der absolute, wandelnde Hingucker im Polylager. Mit dem typischen Charm, den nur einfach nur unschuldige, kleine Kinder haben, entlockt sie jedem Besucher ein "Ach wie süß", "Ach jaa in dem Alter sind die noch Zucker" oder ähnliches. Ganz die Mama ist die kleine Byzantinerin, wenn sie die Händen in die Hüfte stemmt und altklug erzählt, was sie grade gelernt hat.
Papas ganzer Stolz rennt am liebsten mit dem hübschen Keltenjungen Shaun über den Marktplatz, um allerlei Schabernack und Spiele auszuhecken, das Gelände zu erkunden und sich prinzessinenhaft vor jeder Spinne, jedem Hund oder sonstigem Getier retten zu lassen.
Aristotelis Lagos Polygamidis
Der sechste Nachkomme des reichen, thrakischen Pferdezüchters Polygamos Eleftherios Lagosidis und seiner Frau Theodora Janoula Theophanidou wuchs im gleichen Dorf wie Chione und Lilaia auf und ward Chiones engster Freund. Er wurde aufgrund seiner Statur bei einem Goldschmied in Lehre gesteckt, wo er sich aber auch nur mäßig talentiert zeigte. So fanden die Rekrutierer der kaiserlichen Armee bei ihm offene Ohren und sein Wissen über Pferde führte dazu, dass er sich recht schnell in der Kavallerie wiederfand. Sein geringes Gewicht kam ihm im Gefecht sehr zu Gute, so dass er sich auf Grund der besseren Wendigkeit schon bald zum Pronoiai hochgekämpft hatte und jetzt ein angenehmes Leben führen darf.
Hintergrund
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